Edition Mein Leben

 

Seit 1993 sammelt das TEA Tagebuch- und Erinnerungsarchiv Berlin e.V. lebensgeschichtliche Dokumente. Dazu gehören Erinnerungen an Kindheit, Jugend, Berufsleben sowie zusammenfassende Alterssichtweisen. Ebenso zählen dazu Briefsammlungen, Tagebücher, Dokumente wie Zeugnisse, Urkunden, Fotos u. a. m. Diese Materialien liegt meist nur in loser, aber auch gebundener oder gedruckter Form im Archiv vor.

 

Immer mehr Menschen verspüren das Bedürfnis, diese Zeugnisse ihres Lebens nicht der Unsicherheit der Nachkommen zu überlassen, sondern bewusst aufzuarbeiten bzw. in der Rückerinnerung das gelebte Leben der Familie oder gar der Allgemeinheit zu hinterlassen.

 

Man hat im Verlauf seines Lebens Erfahrungen gesammelt, man hat Krisen bewältigt, man hat geliebt und gelitten, man ist reifer und weiser geworden – das alles soll nicht dem Vergessen anheim fallen, sondern (vielleicht) einmal nützlicher Ratgeber der nachfolgenden Generationen werden oder nachlesbarer Bestandteil aus dem Alltag eines Menschenlebens des 20./21. Jahrhunderts – für Historiker, Ethnologen, Soziologen u. a. Interessenten – sein.

 

Das TEA, im Zusammenwirken mit dem Beggerow Buchverlag Berlin, richtet aus diesem Grund eine neue Buchreihe, die Edition Mein Leben ein, die dem Einzelnen zum gedruckten Beleg (in einer kleinen Auflagenhöhe ab 300 Exemplaren) verhelfen kann und danach auch dem Archiv als Quelle dient.

 

Allen, die in ihren Schränken, Schubladen und Truhen solche Dokumente aufbewahren (für wen?), möchte der Verlag und das TEA Berlin helfend zur Seite stehen und ihnen eine günstige Veröffentlichungsmöglichkeit bieten, ihren Lebensdokumenten die Form zu geben, die sie wünschen und verdient haben.

 

Für nähere Informationen dazu setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Uns geht es in erster Linie darum, dass Ihre Lebensdokumente nicht im „Alltagsmüll“ landen, sondern anderen Menschen zur Verfügung stehen, denn jedes Leben ist einmalig und aus jedem Leben wird ein Stück Zeitgeschichte und Alltag sichtbar.

 


 

 In dieser Edition sind bislang erschienen:

   

 


Edition Mein Leben

Uta Störmer:

Aber das ist doch viel zu üppig

 

Erinnerungen an meine Großmutter Eva Grell
Was hält eine Familie zusammen? Ihr Schicksal!
Die Autorin Uta Störmer hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Familiengeschichte eine Leitfigur - Oma Eva - zu geben und das Leben dieser Menschen von 1886 bis 1973 ins Bild zu setzen.
Faktenreich, gut recherchiert aber auch emotional
erzählt, werden die Familienangehörigen dargestellt - über Kriege, Nachkriegszeit, kalten Krieg, Mauerbau hinweg, findet sich ein Lebens-Beispiel, das bestätigt:
Familie ist der Halt und der Zufluchtsort, der alle Hindernisse überwindet und gemeinsam stark macht.

136 Seiten; brosch.; 2017
ISBN-Nr. 978-3-936103-58-8
11,90 € 

 

 

 

 

 

Edition Mein Leben

Stephanie Schmidt-Salzmann:

Hornissennest


Von Familie, Krieg und anderem Wahnsinn
Kein Roman
Die Autorin verfolgt voller Ingrimm die täglichen Nachrichten: Flüchtlingsdramen, islamistischer Terror, Vormarsch neuer rechter Bewegungen, das ganz jämmerliche Polit-Theater.

Aufgewachsen in Deutschland der fünfziger Jahre, mit einem kriegstraumatisierten, alkoholsüchtigen Vater und einer verwöhnten, egozentrischen Mutter, im wörtlichen Sinne geschlagen, nimmt sie ihre Familie und sich selbst ins Visier.

Lakonisch wird das Porträt dieser Sippe von Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts bis heute gezeichnet.

Tragikomische und verstörende Ereignisse spielen sich im häuslichen Umfeld der Protagonistin, in den USA der späten sechziger Jahre, im alten Siam und auf den Schlachtfeldern des ersten und zweiten Weltkrieges ab.
Am Ende steht die Frage: Wohin hat all das geführt? Leben wir in einer neuen, paneuropäischen Weimarer-Republik?

200 Seiten; brosch.; 2016
ISBN-Nr. 978-3-936103-53-3
12,90 €

  


 

 

 

 

Edition Mein Leben

Johannes Rasenberger:

Hatte doch immer Glück im Leben


Lebenserinnerungen
„Heimat ist wohl, wo man bewusst aufgewachsen ist, die meisten Schulängste hatte und die große Liebe fand“, so sagt der Autor Johannes Rasenberger.
Heimat war ihm aber auch, das ihn prägende Elternhaus mit seinem Vater Pfarrer Kurt Rasenberger in Berlin Oberschöneweide.
Flucht vor dem Bombenkrieg, Flucht aus der ihn beengenden DDR in den 50er Jahren (mit Frau und Kindern) und Neubeginn in der Bundesrepublik. Rückkehr nach vielen Jahren in die Heimat Berlin.

„Ist nicht alles Weh und alles Wohlsein des Gemütes der Menschen gebunden an die Grenzen der von uns bewohnten Erde.“ (Kurt Rasenberger)

287 Seiten; brosch.; 2017 
ISBN-Nr. 978-3-936103-55-4 (auf Buch leider falsch aufgedruckt)
11,90 €

  


   

 

 

 

Edition Mein Leben

Werner Pommerenke:

Protokoll eines Lebens


Lebensbericht eines Ingenieurs 1928 - 2013
Der Autor mit deutsch-polnischen Wurzeln beschreibt in dieser Lebensgeschichte seinen Werdegang zum Ingenieur, der ihn als Jugendlichen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges von einem polnischen Dorf „elternlos, heimatlos, mittellos, aber nicht hoffnungslos“ nach Berlin führt. Dort lernt er im Laufe seines Arbeitslebens „Die sieben Wunder“ der DDR kennen:

1.    Obwohl jeder seine Arbeit hat, machen viele nichts.

2.    Obwohl viele nichts machen, sind die Pläne erfüllt.

3.    Obwohl die Pläne erfüllt sind, gibt es nichts.

4.    Obwohl es nichts gibt, haben manche alles.

5.    Obwohl manche alles haben, wird auch gemaust.

6.    Obwohl gemaust wird, fehlt am Jahresende nichts.

Nach dem Mauerfall 1989 und dem Ausscheiden aus seinem Beruf wird der Autor als Schöffe und Laienrichter erneut Teil einer anderen Gesellschaftsordnung. 
Wie wirken sich diese gesellschaftlichen Umbrüche auf das Leben des Einzelnen aus? Werner Pommerenke dokumentiert diese bewegte Zeit aus seiner Perspektive – ein persönliches Zeitzeugnis, das aufschlussreiche Einblicke in die Welt vor und nach dem Zweiten Weltkrieg, in der DDR und nach der Wende vermittelt.


208 Seiten; brosch.; 2016 
ISBN-Nr. 978-3-936103-46-5
11,90 €

 


 

 

 

 

Edition Mein Leben

Werner Piecha:

Wanderer, wenn du mein Wasser trinkst, kommst du wieder


Locker und phantasievoll erzählt der Autor aus seinem Leben. Dabei beschränkt er sich auf die Zeit der 40er bis 60er Jahre. Beginnend mit Vertreibung und Flucht findet die Familie in Stolberg eine neue Heimat. Geprägt von Glaube und Tradition erfährt der Heranwachsende die Widersprüche, die sich aus dem Kalten Krieg und dem Aufbau des Sozialismus ergeben. Trotz persönlicher Schicksalsschläge ist sein Werk eine ganz individuelle Liebeserklärung an einen Landstrich zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt – dem Unterharz.

176 Seiten; brosch.; 2015 
ISBN-Nr. 978-3-936103-39-7
11,90 €

-> Zur Rezension von Margrit Pawloff

 

 


 

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